Seit 2500 Jahren gilt im iranischen Kulturraum das Eintreten der Tag- und Nachtgleiche um den 20. März als Frühlingsanfang und Neujahrstag.
Nowruz bedeutet „neuer Tag“ und ist ein Zeichen für Neuanfang und Hoffnung.
Die Feierlichkeit dauert 13 Tage an und wird von Kleinasien bis Indien begangen.
Zu den Vorbereitungen gehören ein Großreinemachen (khane takuni), das Ansetzen von Getreide- oder Linsensprossen (sabzi) und am letzten Mittwoch vor dem Fest das Springen über ein Feuer (tschahar shanbe suri), um böse Energien aus dem alten Jahr zu vertreiben.
Am ersten Festtag versammeln sich die Familien um eine mit sieben besonderen Gegenständen geschmückte Tafel (haft sin). Dort wird das astronomische Eintreten der Konstellation auf die Sekunde genau heruntergezählt. An den kommenden Tagen werden Verwandte besucht und die Kinder bekommen Geschenke. Der letzte Tag wird im Freien begangen (sizdah bedar)
Das Neujahrsgedeck haft sin
Hier dreht sich alles um den Neubeginn und den Buchstaben S (sin). Mindestens sieben (haft) Gegenstände werden aufgestellt, die symbolisch aufgeladen sind und deren Bezeichnung vorzugsweise mit S beginnt:
Sabzi (Getreide- / Linsensprossen) = Munterkeit
Sir (Knoblauch) = Schutz
Sumach (Gewürz) = Geschmack des Lebens
Sib (Apfel) = Schönheit und Gesundheit
Öllampe (tscheragh) = Hoffnung, Wärme, Schutz
Münze (seke) = Wohlstand
Spiegel (ayineh) = Reinheit und Ehrlichkeit