Ankündigung: Bilderausstellung „Malgründe einer Gärtnerstochter“

Die Bumiller Collection präsentiert Werke der Malerin Ingrid Tadje.

Kuratiert von Dr. Monika Dahncke und Ingrid Tadje ist die Ausstellung
vom 07.06. bis 30.09.2026 immer samstags und sonntags zwischen
10 Uhr und 16 Uhr im Studio des Universitätsmuseums zu sehen.

Rückblick – IMT 2026

Am Sonntag den 17.05.2026 war die Bumiller Collection
beim Internationalen Museumstag dabei,
Dieses Jahr stand er unter dem Motto „Museums uniting a divided world“.

Die Führung „A collector´s approach refreshed“ vermittelte die Veränderung
der Privatsammlung zu einer konzeptionell und didaktisch aufgearbeiteten
Ausstellung, die heute Fachleuten und Laien gleichermaßen zugänglich ist.

 

Am Nachmittag bot der Historiker, Autor und Moderator Dr. Rolf-Bernhard Essig im Festsaal unterhaltsame Anekdoten aus seinem Buch „Da haben wir den Salat. In 80 Sprichwörtern um die Welt.“
In der interaktiven Darbietung zu Sprichwörtern und den Geschichten dahinter entführte er die Zuhörer in den reichen Erzählschatz Asiens.

Internationaler Museumstag am 17.05.2026

Am 17.05.2026 wird der Internationale Museumstag in Deutschland gefeiert.
Dieses Jahr steht er unter dem Motto „Museums uniting a divided world“.

Das Universitätsmuseum lädt um 10:30 Uhr dazu ein, die neu präsentierte Dauerausstellung
mit der Führung „A collector´s approach refreshed“ zu erleben. Die weltweit einzigartige Sammlung
der Bumiller Collection präsentiert Kunst und Handwerk aus fünf Jahrhunderten entlang der Seidenstraße.
Um Anmeldung wird gebeten unter: info@the-bumiller-collection.com.

 

Photocredit: Gudrun Schury

Zu Gast ist außerdem der bekannte Autor Dr. Rolf-Bernhard Essig, welcher bei einem Erzählprogramm
um 14 Uhr und 15 Uhr mit orientalischen Weisheiten und Geschichten aus seinem unterhaltsamen Buch
„Da haben wir den Salat. In 80 Sprichwörtern um die Welt“ begeistert.

Nowruz – wir wünschen einen schönen Frühlingsbeginn und ein frohes persisches Neujahr!

Seit 2500 Jahren gilt im iranischen Kulturraum das Eintreten der Tag- und Nachtgleiche um den 20. März als Frühlingsanfang und Neujahrstag.
Nowruz bedeutet „neuer Tag“ und ist ein Zeichen für Neuanfang und Hoffnung.

Die Feierlichkeit dauert 13 Tage an und wird von Kleinasien bis Indien begangen.

Zu den Vorbereitungen gehören ein Großreinemachen (khane takuni), das Ansetzen von Getreide- oder Linsensprossen (sabzi) und am letzten Mittwoch vor dem Fest das Springen über ein Feuer (tschahar shanbe suri), um böse Energien aus dem alten Jahr zu vertreiben.
Am ersten Festtag versammeln sich die Familien um eine mit sieben besonderen Gegenständen geschmückte Tafel (haft sin). Dort wird das astronomische Eintreten der Konstellation auf die Sekunde genau heruntergezählt. An den kommenden Tagen werden Verwandte besucht und die Kinder bekommen Geschenke. Der letzte Tag wird im Freien begangen (sizdah bedar)

Das Neujahrsgedeck haft sin

Hier dreht sich alles um den Neubeginn und den Buchstaben S (sin). Mindestens sieben (haft) Gegenstände werden aufgestellt, die symbolisch aufgeladen sind und deren Bezeichnung vorzugsweise mit S beginnt:

Sabzi (Getreide- / Linsensprossen) = Munterkeit
Sir (Knoblauch) = Schutz
Sumach (Gewürz) = Geschmack des Lebens
Sib (Apfel) = Schönheit und Gesundheit

Öllampe (tscheragh) = Hoffnung, Wärme, Schutz
Münze (seke) = Wohlstand
Spiegel (ayineh) = Reinheit und Ehrlichkeit

 

Vorher – Nachher

neue Ausstellung – neue Themen

 

Über drei Jahre – von 2022 bis 2025 – wurden Ausstellung und Depot des Universitätsmuseums erneuert. Hierzu gehörten technische und ästhetische Neuerungen, die viel Farbe, Licht und neue Perspektiven in die historischen Räumlichkeiten brachten.

Mit der reichhaltigen Sammlung konnte aus dem Vollen geschöpft werden, um verschiedene Aspekte der islamischen Kunst und den ursprünglichem Kontext der Objekte zu visualisieren. Unter Wahrung des ursprünglichen Sammlungscharakters, die auf der typologischen Entwicklung von Formen basiert, erhielt die Sammlung eine didaktische Aufarbeitung. Ein Stück Geschichte des iranischen Raums zwischen dem 9. und 13. Jahrhundert wird wie durch ein Zeitfenster sichtbar.

Ein Schlaglicht liegt auf dem Handwerk. Herstellungstechniken in Bronze, Keramik und Glas, technische Innovationen und Arbeitsorganisation zeigen einen hohen ästhetischen und technischen Standard. Einfache und multifunktionale Geräte für den häuslichen Gebrauch vermitteln einen Eindruck der alltäglichen Lebensweise. Naturwissenschaftliche Instrumente veranschaulichen den Stellenwert der verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen. Wie eine ursprünglich turkstämmige Militärdynastie zu einem unabhängigen Reich kam und ihren Hof ausstattete, erfahren Besucher im Festsaal des Hauses.

Wissenschaftsgeschichte & Medizin 2021 und 2025

 

Gartensaal 2021 und 2025

 

Keramik-Raum 2021 und 2025

Objekte der BC in der Ausstellung Potz!Blitz!

Vom Fluch des Pharao bis zur Hate Speech:

Zwei Objekte der Bumiller Collection sind Teil der Ausstellung über Flüche,
Kraftausdrücke und Abwehrzauber.

Sie repräsentieren die andere Seite des Fluchs: Das Wiegenamulett und der in einer
Metallkapsel enthaltene Miniaturkoran mit Gebeten schützen vor dem bösen Blick
und Verwünschungen.

Die Ausstellung konzipierte 2022 der Bamberger Literaturwissenschaftler und Historiker
Dr. Rolf-Bernhard Essig für das Museum für Kommunikation in Frankfurt. Seitdem ist
sie auf verschiedenen Stationen in Deutschland unterwegs:
Museum für Kommunikation Berlin (2023), Museum für Kommunikation Nürnberg (2024),
Gustav-Lübcke-Museum Hamm (2025).
Bis 17. Mai 2026 sind die Objekte in der Sonderausstellung im Dreieich-Museum zu sehen
und ab dem 29. Oktober 2026 im Museum Bayerisches Vogtland in Hof.

Feier zur Wiedereröffnung am 26.09.2025

Nach einer intensiven Umgestaltungsphase hieß die Bumiller Collection am 26.09.2025
erstmals wieder Gäste willkommen. Bei einer feierlichen Abendveranstaltung würdigten
unter Anderem der Stiftungsratspräsident, Dr. Hans Eggenberger, und der Inhaber der
Professur für Islamische Kunstgeschichte und Archäologie an der Universität Bamberg,
Prof. Dr. Lorenz Korn, die Bemühungen des Sammlungsgründers Manfred Bumiller.

Anschließend präsentierte die Kuratorin Dr. Verena Daiber das überarbeitete Konzept
des Universitätsmuseums und die neu gestaltete Dauerausstellung.
Für die musikalische Umrahmung des Abends sorgte Hadi Alizadeh mit traditionellen
und modernen Stücken auf klassisch persischen Trommeln.

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Interessierte Besucher hatten die Gelegenheit, die neu eingerichteten Räumlichkeiten
zu besichtigen und sich bei einem kleinen Imbiss über die vorangegangenen Arbeiten
zu informieren.

 

Ab 1. Oktober wieder geöffnet

Ab 1. Oktober
ist das Museum wieder offen! 

In neuem Gewand präsentiert die Ausstellung Themen rund um Kunst und Geschichte des iranischen Raums an der Seidenstraße.

Das Museumsteam freut sich, Sie in den neu gestalteten Räumen zu begrüßen.

 Öffnungszeiten:

Di / Mi / Do:    10-14 Uhr
Sa / So:           10-16 Uhr

Öffnungszeiten

Öffnungszeiten ab 1. Oktober 2025

Di / Mi / Do    10-14 Uhr
Sa / So           10-16 Uhr

Führungen auf Anfrage

 

 

 

Anwendungswoche von Studierenden des KDTW der Universität Bamberg

Unter Leitung von Dr. John Hindmarch vom Lehrstuhl für digitale Denkmaltechnologien fertigten Studierende 3D-Scans von Objekten. Bei diesem ‚hands-on‘-Projekt konnten praktische Erfahrungen beim Umgang mit historischen Bronzen und Keramikobjekten gesammelt werden. Die exakten scans können Aufschluss geben über Produktionstechniken, sowie Details zur Oberflächenbehandlung bzw. der Dekore besser kenntlich machen. Experimentiert man mit der Darstellung der Textur können Motive besser erkannt, analysiert und eventuelle auch ergänzt werden. Aus konservatorischer Sicht eine ideale Möglichkeit zur Erforschung; Ein Scan erlaubt eine Vergrößerung und Betrachtung von allen Seiten, ohne das Objekt handhaben zu müssen.

 

 

Licht im Islam – Studio-Ausstellung bis 30. September 2024

Sonderausstellung zum Thema „Licht im Islam“ verlängert bis zum 30. September 2024: Gezeigt werden ausgewählte Objekte des 9. – 17. Jahrhunderts. Lampenständer, Öllampen-Variationen, Kerzenleuchter und Hänge-Leuchten in unterschiedlichen Materialien vermitteln einen Eindruck der Nutzung von Licht im islamischen Alltag.  Daneben gibt die Ausstellung Einblicke in astrologische und astronomische Erklärungsversuche von Lichtstrahlung  und widmet sich der großen metaphysischen Bedeutung des Lichtes als Symbol der Erleuchtung und Erkenntnis in Religion und Philosophie.

Das Ausstellungskonzept entstand im Rahmen eines Seminares am Lehrstuhl für Islamische Kunstgeschichte und Archäologie (Uni Bamberg) unter der Leitung von Frau Dr. Anja Heidenreich.

Öffnungszeiten:
Di-Do, 10 – 14 Uhr und jedes erste Wochenende im Monat, jeweils Samstag und Sonntag, 10 – 16 Uhr.

 

 

Nachruf Gertrud Sackerlotzky

Am 3. September 2023 verstarb Gertrud Sackerlotzky in ihrem 85. Lebensjahr nach kurzer, schwerer Krankheit. Die Bumiller Art Foundation, Trägerin des Universitätsmuseums für Islamische Kunst, verliert damit nicht nur die Präsidentin, sondern auch eine engagierte Museumschefin, die bis zuletzt tatkräftig die Aktivitäten des Universitätsmuseums unterstützte.

Als Lebensgefährtin von Manfred Bumiller begleitete sie den Aufbau der Sammlung von den Anfängen 1981 in der gemeinsamen Münchner Villa. Die Planung und Einrichtung eines Museums an einem geeigneten Standort führte sie schließlich wieder in ihre Heimat Bamberg zurück. Neben der Verwaltung der eigens zur Trägerschaft der Bumiller Collection gegründeten Stiftung nahm sie nach dem Tod ihres langjährigen Lebensgefährten und Stifters Manfred Bumiller 2018 als Präsidentin die Geschicke des Museums in die Hand und engagierte eine Kuratorin zur Pflege der umfangreichen Sammlung. Mit großem Einsatz, Interesse und aktiven Eingaben begleitete sie in den letzten Jahren die Neugestaltung der Ausstellung. Immer war sie eine wichtige und kluge Ansprechpartnerin bei Fragen der Organisation, Einrichtung und Präsentation des Museums.

Trotz ihres Einsatzes in Bamberg vernachlässigte sie ihre Leidenschaft für das Reisen nicht. Auch hier war die Kultur immer eine bedeutende Triebkraft. Aus den zahlreichen Reisezielen in Europa und darüber hinaus kam sie stets inspiriert und mit neuen Ideen zurück.

Ihr ungebrochenes Interesse an der Kunst, einhergehend mit einer scharfsinnigen Beobachtungsgabe, sowie ihre direkte und joviale Art sorgten beständig für eine lebendige Atmosphäre. Ihr Einsatz wird dem Museumsteam fehlen.